Mit seinem Debütroman landet Stephen King 1974 einen veritablen Hit, der mit der zwei Jahre später erschienenen Verfilmung so richtig durch die Decke geht, wie die Karrieren sämtlicher daran Beteiligten. Die Geschichte eines 16-jährigen Mädchens, an der Schwelle zum Frau-Sein, eingeengt vom religiösen Fanatismus ihrer Mutter und den Demütigungen ihrer Mitschüler gerät in den Händen des Hitchcock-Verehrers De Palma zur präzisen Beobachtung sozialer Grausamkeit, in der das Übersinnliche zur Verlängerung des Inneren mutiert: Telekinese als Ventil für unterdrückte »Teenage Angst«, übersetzt in milchige Zeitlupen, Split-Screens und blutrote Choreografien einer unausweichlichen Katastrophe. In diesem Fall stimmt der Satz sogar: Ein Film, den man nicht mehr vergisst! (Florian Widegger)