40.000 Dollar sind eine Menge Geld, die die Versicherungsangestellte Marion Crane an einem Freitagnachmittag noch zur Bank bringen sollte. Sie entscheidet sich jedoch dafür, mit den Scheinen die Stadt zu verlassen, um ein neues Leben mit ihrem heimlichen Freund anzufangen. Kurz vor ihrem Ziel macht sie bei strömendem Regen Halt in einem Motel … Schon die gebrochenen Linien, die im Vorspann von Saul Bass die Leinwand zerschneiden, verweisen auf die nervöse Dynamik des Films, der sich seiner vermeintlichen Hauptfigur nach etwa 30 Minuten in 70 rasch aufeinanderfolgenden Einstellungen unter der Dusche entledigt. Eine falsche Fährte von vielen, die Hitchcock in diesem mit Konventionen brechenden Klassiker legt – nur um am Schluss zur Erkenntnis zu kommen: An allem ist Mutter schuld! (Florian Widegger)