Mossane ist ein 14-jähriges Mädchen, das in einem über 600 Jahre alten Dorf im Westen Senegals lebt. Alte Bräuche bestimmen über die Schicksale der Menschen, so auch über ihres: Sie soll einen reichen Emigranten heiraten, obwohl sie einen mittellosen Studenten liebt. Gegen den Wunsch ihrer Eltern folgt sie ihrem Herzen – und leistet Widerstand. Bereits seit den 1970er-Jahren werden die Arbeiten Safi Fayes, die als erste afrikanische Filmemacherin gilt, auf allen großen Festivals gezeigt und gefeiert. In MOSSANE zeigt sie die Stärke und den Mut einer jungen, weiblichen Generation, die sich gegen archaische Traditionen auflehnt, und ihren unbedingten Drang nach Emanzipation: Ein wiederzuentdeckender Schlüsselfilm (nicht nur) des feministischen Kinos. (Florian Widegger)