Waiting for my man: Junkies warten im Apartment auf Heroinlieferung – im Beisein eines unerfahrenen Filmemachers, der ihnen das Geld für den fix zugesteckt hat, um ungeschminkt "die Wahrheit" zu dokumentieren. Der naive Regisseur und sein Kameramann (ein stimmgewaltiges Off-Debüt für Roscoe Lee Browne) werden tiefer in die Sache verwickelt, als sie ahnten – im Rausch wird schließlich auf eine Kakerlake fokussiert. Die Adaption von Jack Gelbers legendärem Living-Theatre-Stück mit „echten“ Drogensüchtigen greift auf viele der famosen Originaldarsteller zurück, so auch auf das Jazz-Quartett um Freddie Redd und Jackie McLean, deren Jam Sessions so viel zum authentischen Beatnik-Gefühl beitragen wie Gelbers Mischung aus bösem Witz und Provokation. Dem vielbeschworenen "Vérité"-Gestus des New American Cinema setzte Clarke früh eine beißende Skepsis entgegen: eine wahrhaft Unabhängige. (C.H.)