Alexander, ein ehemaliger Schauspieler, hat sich schon vor einiger Zeit auf eine kleine Insel zurückgezogen. Als er zusammen mit seiner Familie und einigen Freunden seinen 50. Geburtstag feiert, erfährt er vom Ausbruch eines Atomkriegs. Verzweifelt gelobt er Gott, alles zu opfern, wenn so die Katastrophe abgewendet werden kann … In ruhigen, präzise komponierten Bildern verbindet der bereits todkranke russische Exilant Tarkovskij persönliche Lebensbilanz mit metaphysischen Fragen nach Schuld, Verantwortung und Glauben. Gespräche werden zu Reflexionsräumen, Handlungen zu existenziellen Prüfungen. Realität und Vision beginnen zu verschwimmen – und werden von der Wirklichkeit eingeholt: Die Uraufführung findet nur wenige Wochen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Ende April 1986 statt. (Florian Widegger)