Kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs befinden sich zwei Soldaten in russischer Gefangenschaft: Richard erzählt Karl alles über seine Frau Anna, die in dessen Fantasie zu einer Art heimlicher Geliebten wird. Durch Zufall gelingt ihm der Ausbruch und die Rückkehr nach Deutschland, wo ihn Anna tatsächlich bei sich aufnimmt. Als der wahre Ehemann zurückkehrt, gerät das fragile Gleichgewicht der Figuren ins Wanken … Das intensive Kammerspiel über Täuschung und Liebe verbindet historische Kulissen mit existenziellen Fragen. Mit seiner ruhigen, konzentrierten Erzählweise gehört Rainer Simons Film zu den künstlerisch ambitioniertesten Produktionen der späten DEFA und erhält auf der Berlinale den Goldenen Bären. (Florian Widegger)