Sieben Jahre lang kämpft Heiner Carow (DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA) für die Umsetzung dieses in der DDR einzigartigen Films: Ein Werk über persönliche Freiheit in einem Moment politischer Umbrüche, in dessen Mittelpunkt Philipp, ein junger Lehrer, steht, den die Begegnung mit einem anderen Mann völlig aus der Bahn wirft. Zunehmend wird ihm bewusst, dass er sein Leben nicht länger an gesellschaftlichen Erwartungen ausrichten kann … Die Thematisierung von Homosexualität ist ein gewaltiger Tabubruch, mit dem die ganze Nation ihr »coming out« im wahrsten Sinne des Wortes erfährt: Der Film feiert in der Nacht des Mauerfalls Premiere, wird so zum symbolischen Schlusspunkt der DEFA-Geschichte und erhält wenige Monate später einen Silbernen Bären auf der Berlinale. (Florian Widegger)