Das zweite Wettbewerbsprogramm von Animation Avantgarde begreift Wahrnehmung nicht als passiven Vorgang, sondern als formbares, zutiefst körperliches Material. Zwischen einem radikalen österreichischen Experiment und der animierten Odyssee eines Systemkollapses entfaltet sich ein Spektrum des Widerständigen: von der manipulativen Dynamik der Desinformation bis zur handgefertigten Zärtlichkeit in 900 Einzelbildern. Es ist eine Einladung in Räume, in denen sich traumhafte Innenwelten, Begehren und visuelle Eruptionen zu einer kompromisslosen Befragung unserer Gegenwart verdichten. (Thomas Renoldner, Louise Linsenbolz)