»Warte, warte nur ein Weilchen …« Fritz Langs erster Tonfilm beginnt mit einem makabren Reim und einer Schattenfigur, die einem Mädchen einen Ballon schenkt. Ein Kindermörder versetzt ganz Berlin in Angst und Schrecken. Während die Polizei fieberhaft ermittelt und die Presse Hysterie schürt, macht sogar die Unterwelt Jagd auf den Täter, weil er ihre Geschäfte gefährdet … M ist mehr als ein Krimi: Während Peter Lorre dem gehetzten Hans Beckert eine erschütternde Mischung aus Monstrosität und Verzweiflung verleiht, zeichnet Lang das pessimistische Bild einer Gesellschaft am Vorabend des Nationalsozialismus, in der Recht und Unrecht einander so lange annähern, bis sie voneinander nicht mehr zu unter- scheiden sind. Bis heute hat M nichts von seiner verstörenden Kraft verloren. (Florian Widegger)