»Ich hoffe, das interessiert wen …« Viel mehr hatte Elfriede Jelinek zu ihrer kleinen filmischen Würdigung anlässlich ihres 80. Geburtstags nicht zu sagen. Ein Satz, der ebenso beiläufig wie programmatisch klingt: selbstironisch, skeptisch und vielleicht auch ein wenig misstrauisch gegenüber der Vorstellung, sich feiern zu lassen. Dabei gäbe es – auch abseits des Jubiläums – durchaus Anlass dazu. Jelinek gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart, erhält 2004 den Nobelpreis für Literatur und seziert mit ihren Romanen, Theaterstücken und Essays die österreichische Nachkriegsgesellschaft wie kaum eine andere. Dass ihre Spuren dabei immer wieder ins Kino führen, ist weit mehr als ein Nebenschauplatz ihres Werks.