Lee Marvin als US-Offizier, der 1944 zwölf Schwerverbrecher (die Traumbesetzung reicht von John Cassavetes bis Donald Sutherland) für ein Himmelfahrtskommando ausbilden soll. Indem er ein Weltkriegsspektakel mit dem skeptischen Blick der Vietnamkriegs-Ära zynisch zuspitzte, traf Robert Aldrichs antiautoritärer, zersetzender Zorn den Nerv des Zeitgeists wie eine Bombe – auf den Punkt gebracht von Robert Jeffersons (gespielt von Football-Legende Jim Brown) berüchtigtem Himmelfahrts-Lauf im Finale, der bejubelt wurde, wiewohl er den Holocaust und die Napalm-Angriffe der US-Streitkräfte evoziert. Es ist der Höhepunkt einer damals kontrovers kritisierten und extrem erfolgreichen Demontage des Kriegsfilms aus dem Geiste des Nonkonformismus: Gerade durch die packende Inszenierung unterstreicht Aldrich das Entmenschlichende des Kriegs. Claude Chabrol nannte den Film "ein vehement antimilitaristisches Traktat (Mörder in Friedenszeiten sind die besten Soldaten und umgekehrt)." (C.H.)Einführung von Christoph Huber am 30.10.2026Courtesy Cinémathèque suisse