Retrospektive: Andrzej Wajda

Kaum ein anderer Regisseur hat das polnische Kino – und das europäische Nachkriegskino insgesamt – so nachhaltig geprägt wie Andrzej Wajda (1926–2016). Geboren in eine Generation, deren Biografien von Krieg, Besatzung und politischer Gewalt unwiderruflich gezeichnet wurden, macht er das Kino zu einem Ort der Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und Verantwortung. Der Mord an seinem Vater im Kontext des Massakers von Katyn, bei dem 1940 Tausende polnische Kriegsgefangene vom sowjetischen Geheimdienst erschossen wurden – lange Zeit ein staatliches Tabu –, bildet den unsichtbaren Ausgangspunkt eines Werks, das immer wieder um Verrat, Schuld und die Zerbrechlichkeit moralischer Gewissheiten kreist.

04.04.
Metro Kinokulturhaus
19:00
PL 1975
Im Łódź des späten 19. Jhd. verbünden sich drei junge Männer – ein Pole, ein Deutscher, ein Jude – um zusammen reich zu werden. Doch die Gemeinschaft kippt rasch in ei... more
05.04.
Metro Kinokulturhaus
17:30
PL 0
Nur auf den ersten Blick scheint alles einfach: Marta, die Frau eines Provinzmediziners, verliebt sich in einen deutlich jüngeren Mann. Mit ihm erlebt sie eine Art Neu... more
19:30
PL 1958
Mai 1945: Deutschland hat kapituliert, doch in Polen gehen die Kriegshandlungen insofern weiter, als dass jene, die gegen die Nazis kämpften, nun die neuen Besatzer au... more
06.04.
Metro Kinokulturhaus
19:45
PL 1977
Filmstudentin Agnieszka recherchiert für ihre Abschlussarbeit das Schicksal des einst gefeierten »Helden der Arbeit« Mateusz Birkut, auf dessen ausrangierte Marmorstat... more
07.04.
Metro Kinokulturhaus
21:00
PL 1957
In den letzten Tagen des Warschauer Aufstands zieht sich eine versprengte Einheit des polnischen Widerstands vor den Deutschen in das unterirdische Kanalsystem der Sta... more